Sport für Unsportliche oder meine fünf Sport-Motivations-Tricks

Sport

Status Quo: Oder warum Frederik schuld ist

Das neue Jahr ist nun schon drei Monate alt und um meine Abnehm- und Sport-Ziele für 2016 ist es recht schlecht bestellt. … Hust … Frederik wars bzw. ist an allem schuld.

Wie du kennst Frederik noch nicht? Frederik ist mein innerer Schweinehund. Letztes Jahr haben wir uns epische Kämpfe um meinen Seelenzustand geliefert, aber ab Weihnachten lagen wir in vertrauter Zweisamkeit Plätzchen mampfend auf der Couch. Arm in Arm, die Beine hoch gelegt unglaublich kreativ bei der Erfindung neuer Entschuldigungen, warum das Yoga heute doch keine gute Idee ist und auch der Fitnesstudiobesuch einfach nicht in den Kalendar passt. (Ich hatte vier Wochen am Stück frei, weil ich noch so viel Resturlaub hatte. Rückblickend war fehlende Zeit keine gute Entschuldigung.) Wobei Weihnachten nicht mal das schlimmste war. Ab Januar bin ich dem Dessertwahn verfallen. Ich bin eigentlich kein Süßigkeitenfan. Aber die letzten Monate waren eine aneinander Reihung von Petit Fours, Macarons, exquisite Törtchen aus der Patisserie, Zitronen-  und Karottenkuchen. … Frederik ist ein Gourmet-innerer-Schweinehund. Er hat einen sehr erlesenen Geschmack und hatte offensichtlich in den letzten Monaten eine Vorliebe für französische Patisserie. Statt 5 Kilos abzunehmen,  habe ich zugenommen. Bähhhh … Ich sag euch nicht wieviel, aber es ist auf jeden Fall beschämend. Und statt dem Sportprogramm zu folgen, habe ich lieber auf der Couch gelegen. Das Wetter war ja auch so ecklig. Sagt Frederik, nicht ich. … Okay, ich auch.

Aber jetzt ist Schluss. Ich hab mal wieder Frederik die Freundschaft gekündigt, er hat mich beleidigt angeschaut und ich versuche mich, zu meinen guten Routinen zurück zu kämpfen…

Das Ziel ist mindestens zweimal pro Woche Sport zu machen: 2x Crosstrainer, einmal Yoga und/oder eine lange(r) Spaziergang/Wandertour.

Das Problem: Ich hasse Sport. Also brauche ich Tricks für die Sport Motivation.

Meine fünf Sport-Motivations-Tricks

Wie ich mich motiviere? Ich will ehrlich sein, ich bin und werde nie ein sportlicher Mensch sein. Ich bin einfach nicht dieser Typ. Es gibt ja Menschen, denen ist Bewegung in ihre Stoffwechselchemie einprogrammiert, ich gehöre nicht dazu. Du weißt schon. Es gibt so ekelhaft dynamische-aktive Menschen. Ich mag sie einfach nicht … okay ich bin neidisch.

Ich habe da so eine Freundin. Wir haben mal gemeinsam Urlaub am Gardasee gemacht. Als ich mich müde am morgen an den Frühstückstisch gesetzt haben, um mit einer Tasse guten starken Kaffee wach zu werden, war sie schon um den halben See gejoggt und nur kurz rein gekommen, um ihr Sportfahrrad zu holen. Ich hab danach keinen Bissen mehr herunter bekommen. Eigentlich mag ich sie. Aber ihre Sportbegeisterung bewirkt bei Frederik und mir vollkommene Fassungslosigkeit. Also brauche ich starke Motivatoren.

1) Musik zum Abfeiern

Eine tolle rythmische Musik und ich kann automatisch meine Beine nicht still halten. Wenn ich mein Handy oder Audioplayer vergesse, quäle ich mich durch eine Stunde Crosstrainer. Katastrophe! Aber mit Musik, kann ich meine Gedanken schweifen lassen und die verschiedenen Stücke tragen mich durch die Bewegung. Ich fühle mich stark und träume von all der Power, die ich habe und von den tollen Sommerkleidern, in denen ich elfengleich davon schweben werde. Hier meine aktuelle Sport-Musik-Motivation-Song-Playlist:

  • „Auf uns“ – von Andreas Bohrani – mein absoluter Motivationssong
  • „Uptown Funk“ – von Mark Ronson – zumindest in meinem Kopf kann ich dann auch die tollen Bewegungen, wie der Typ auf dem Laufband.
  • „When the Beat drops put“ von Marlon Roulette – ich liebe diesen song, selbst jetzt wo ich tippe, kann ich nicht still sitzen auf meinem Stuhl
  • „Army of me“ – Björk ist einfach cool und bei diesem Song muss ich immer an die starken Mädels aus „Sucker Punch“ denken. Sexy Kriegerin ist ein gutes Vorbild, findet ihr nicht?
  • „Euphoria“ von  Loreen – ja ich weiß „Eurosivion Song Contest“, aber das Lied ist wirklich gut
  • „Only Girl“ von Rihanna – ist peinlich, aber ab und zu schafft es ein Rihanna-Lied in meine Playlist. Sie sind leider verdammt gute Sportsongs
  • „Out of the Woods“ von Taylor Swift – noch so eine Verirrung, wobei das Taylor-Swift-untypisch echt fetzig ist.

Warum die Liste so kurz ist? Ganz einfach, ich gehöre zu diesen furchtbaren Menschen, die einen Song fünfmal hintereinander hören und ihre Umgebung damit in den Wahnsinn treiben. :-))

2) Mein Schrittzähler

Das ist bereits mein zweites. Und wie ich letztens mit einer Freundin diskutierte, ja, digitale Manipulation funktioniert bei mir hervorragend. Ich freue mich darüber wenn mein Fitnessband micht für das Erreichen der 10 Tsd. Schritte pro Tag lobt. Und an den Tagen, an denen ich etwas später ins Büro starte um erstmal ins Fitnesstudio zu gehen, schaffe ich die Schrittzahl problemlos. Und dann kann ich stolz sein, weil mein Band so stolz auf mich ist. Und ich mal wieder am Schreibtisch festklebe, bekomme ich von meinem Band mit sanfter Vibration einen kleinen freundlichen Hinweis, endlich meinen A… wieder hoch zu bekommen.

Aktuell trage ich dass Fitbit alta. Mit Jawbone habe ich leider schlechte Erfahrungen gemacht. Grundsätzlich finde ich das Band schön und die App sehr viel übersichtlicher. Aber leider  hat sich das   Band irgendwann  vehemend geweigert mit meinem Handy zu koppeln. Alle Neustartversuche und Updates haben nichts geholfen. Nun verwende ich das  Alta und freue mich, dass das Band auch vibriert, wenn ich SMS bekomme und mich jemand anruft. Hier für euch eine Funktionsübersicht, falls ihr euch auch gerade mit dem Thema beschäftigen solltet:

Vergleichsparameter Jawbone Up2 Fossil Q Fitbit Alta Kommentierung
Preis 130,- 130,- 140,-
Optik

🙂

🙂  🙁 Das Fossil Q hat den großen Vorteil, das es ausschaut wie Schmuck
Schrittzähler ja ja ja
Bewegungsreminder ja nein ja
Benachrichtigungen nein ja ja Einfach großartig, endlich bekomm ich mal mit, wenn mich jemand anruft
Schlaftracking ja nein ja
Smart Sleep Wecker ja nein nein  Sehr bedauerlicher, dass das Fitbit das nicht hat, sonst wäre es mein Traumband
Vibrationswecker ja nein ja
Kabellose Synchronisierung ja ja ja

Das Beste von allem ist aber, dass Fitbit eine Kooperation mit Public School und Tory Burch hat. Es gibt also Hoffnung, dass ich nicht mit diesem hässlichen Silikon-Band durch die Gegend laufen muss, sondern Schmuck-Look-like Alternativen bekomme. Danke!

3) Sportklamotten zum Wohlfühlen

Elegant lässige Yogashirts und -pants, meine taupe-farbene Sporthose, mein babyblaues Sportset motivieren mich zum Sport zu gehen. Ich fühle mich wohl in meinen Klamotten, ich ziehe sie gerne an und mein Gewissen nagt an mir, dass ich auch zum Sport muss, wenn ich all diese Sportklamotten besitze. Sind zwar auch tolle Couch-Klamotten, aber dafür doch etwas zu aufwändig.

Falls du hier noch auf der Suche bist: Ich empfehle die Sportarena in Frankfurt und die Untergeschoss-Sportabteilung vom Breuninger im MTZ. Ich decke mich gerne im Sale mit einem Berg ein. Wie gesagt, kein Sport-Mensch. Warum um Gottes Willen, sollte ich dann viel Geld für Sport-Klamotten bezahlen? Aber wie gesagt, möchte ich schöne Wohlfahl-Klamotten haben. Und im Sale haben beide Geschäfte immer noch eine richtig gute Auswahl von Sport-Bus, süßen Tops, bequemen Hosen usw.

4) Die Spa-Belohnung am Schluss

Das ist der größte Motivator. Eigentlich gehe ich ins Fitnesstudio, um hinterher in den Spa gehen zu dürfen. Das eine erlaube ich mir ohne das andere nicht. Ich muss mir mit redlicher Arbeit, die Belohnung verdienen. Ich packe mein duftendes Rosmarin-Mint-Duschgel und Shampoo von Aveda ein und genieße. (Warum Aveda so toll ist, kannst du auch hier nachlesen.)

Wenn ich dann das Fitnesstudio verlasse, frisch-geduscht, wohl-duftend, entspannt und stolz, auf dem Weg ins Büro, fühle ich mich, mit mir selbst und in meiner Haut, wohl.

5) Das gute Gefühl

Ich fühle mich schlanker, entspannter, stärker, wenn ich Sport mache. Ich bin stolz auf mich. Und ich habe mehr das Gefühl, dass ich mein Leben und vor allem meinen Körper unter Kontrolle habe.

Wissenschaftlich betrachtet, verdanke ich dieses gute Gefühl bestimmt den Endorphinen, die mein Körper ausschüttet. Was auch immer es ist. Es fühlt sich gut an. Und darum geht es. Es geht nicht darum irgendeinem Schönheitsideal zu entsprechen, dass mir von außen vorgegeben wird. Ich sehe auch mit 5 oder x (nein, ich verrate es euch nicht) Kilos weniger nicht aus, wie eines dieser Mädchen aus „Germanys-Next-Top-Model“. Das will ich auch nicht. Ich will wie ich aussehen und mich mit mir selbst wohler fühlen. Und vor allem will ich gesund und stark sein. Und dazu gehört regelmäßiger Sport. Frederik, guck nicht so skeptisch. Ja, ist so. Man kann nicht den ganzen Tag Süßes essen! Wie wärs stattdessen mit Obst? Wohin rennst du denn jetzt?

Also setze ich mir mein Sportprogramm, damit ich mich wohlfühle in meiner Haut. Und dieses gute Gefühl, dass an jedem Tag, an dem ich mein Sportpensum erledigt habe, auf mich wartet, ist ein starker Motivator.

Was sind deine Motivationstricks?

Und was motiviert dich? Was sind deine Tricks? Welche Sportarten machst du? Bist du etwa einer dieser hoch-Sportlichen Typen? Wirklich. Wenn ja, wie kann ich mir eine Scheibe von dir abschneiden? Und bist du schon so auf die Welt gekommen oder kann man das lernen. Und wenn ja, will ich wirklich auch so werden? Ich bin ja eigentlich gerne so ein gemütlicher Typ. Und nutzt du auch einen Schrittzähler? Wenn ja welchen?

So ich hör jetzt auf. Yoga steht auf dem Programm. Ohhh, und ich habe eigentlich so überhaupt keine Lust …

P.S.: Ferderik, komm schon… Ein bißchen Sport tut dir auch gut. Dein Bauch schleift schon über den Boden…Vielleicht sollte ich einfach einen Putzlappen dran binden? … Frederik, was willst du mit den Petit  Fous … Leg sie wieder hin … Aus …nein …

P.P.S: Sorry für die dolle Verspätung. Frederik … nein Frederik war nicht schuld. Mein Gott, Frederik nun schau doch nicht so bedröppelt. Komm ich mach uns einen Karottenkuchen. Nein, ihr Lieben, ich bin nur gerade echt busy. Denn wenn alles gut geht, ziehen wir im Mai in unser neues Haus. Und ich plane ganz viele Einrichtungsblogeinträge. Würde euch das überhaupt interessieren?

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