Plan with me – September Bullet Journal …

Bullet Journal Wochenplan 2

Plannertime

Es ist Sonntag nachmittag. Der August ist vorbei und der Herbst wirft seine Schatten voraus. Im Wald haben sich schon die ersten Blätter verfärbt, es regnet und es ist kalt geworden. Ich habe mir ein Stövchen mit einer Tasse heißen schwarzen Tee mit Ingwer gemacht und genieße diesen aus einer meiner zerbrechlichen weiß-blauen Teetassen in Chinaoptik. Um mich herum sind Blätter, Stifte und Sticker ausgebreitet. Ich habe meinen Job-Laptop und mein privates Handy bei Seite gelegt.

Es ist Plannertime …

Möchtest du auch eine Tasse Tee? Hier steht ein wunderbarer leichter Jasmin-Tee. Und möchtest du mir heute über die Schulter schauen, wie ich für mich den neuen Monat aufsetze in meinem neuen Bullet Journal?

Grundaufbau meines neuen Bullet Journals

Wie du vielleicht schon gelesen hast, führe ich mein Bullet Journal fortan in einem Happy Planer. Aber ich habe bis auf die Zwischenblätter und ein paar kalendarische Übersichten alle Inhalte herausgenommen.

Es gibt folgende Kategorien in meinem Happy Planer-Bullet Journal Hybriden:

  • Ziele 2016/2017
  • Monats-/Wochenplanung
  • Fitness-Track
  • Finanzübersicht
  • Personal Health & Development
  • Pet-Track
  • Sonstiges

Ziele 2016/2017

Dieser Bereich besteht aus einer Kalenderübersicht 2016, 2017, meinen Bujo-Code, meine Level 10 Einwertung, meine Ziele 2016 und der Future Planning-Übersicht.

Die letzte Übersicht ist eine Doppelseite, wo ich auf einen Schlag mein Jahr 2016 sehe. Hier trage ich große, wichtige Events ein, die auch ziemlich stabil sind. Hier findet sich z.B. mein Umzugsdatum, Geburtstage meiner Familie oder auch das Windhund-Festival auf das ich mich monatelang gefreut habe.

Bullet Journal Future Planning
Bullet Journal Future Planning

Das ist also meine erste Quelle für meine konkrete Monats- und Wochenplanung.

Monatsplanung

In meine Montatsübersicht habe ich schon die Termine, Hinweise und Informationen eingetragen, die sich über die Zeit eingesammelt haben. Z.B. findet sich hier der Geburtstag meines Schwiegervaters von der 2016-Übersicht wieder. Dann habe ich die Einladung zur Modenshow erfasst, die ich schon vor Wochen zugerufen bekommen habe. Ebenso wie die Information, dass die Straßenbahn 11 in Frankfurt nur eingeschränkt fährt in den ersten zwei September-Wochen. D.h., hier sammelt sich alles, was an Informationen schon relevant für den Monat ist, ohne aber in eine konkrete Planung überführt zu werden.

Bullet Journal Monatsübersicht
Bullet Journal Monatsübersicht

Ich trage hier bewusst keine Uhrzeiten ein. Und ich trage hier auch nicht jeden Job-Termin ein. Meine Detail-Terminplanung mache ich digital. Ich habe beruflich bedingt, viele Termine pro Tag. Andere müssen sehen, wann ich Zeit habe und wann nicht, folglich macht es für mich keinen Sinn, meine Terminführung propietär in Papierform zu machen. Diese Mischform aus digitalem und analogen macht aber trotdem sinn. Mein Outlook-Kalendar erfasst meine Termine, meine privaten Termine, meine Selbstorganisation und meine tatsächliche Planung passiert aber in Papierform. (Ich habe auch ein Job-Buller Journal. Das ist aber ganz nüchtern.)

Auf die Monatsübersicht folgt mein Habbit Track, ein Monats-Dashboard (mein Brain-Download für den Monat), meine To do-Liste und zum Schluss vier Weekly Logs.

Monthly To do Liste

Bullet Journal To do Liste
Bullet Journal To do Liste

Ich sammle meine aktuellen To do’s. Das heißt ich überführe alles aus dem Vormonat, was ich nicht geschafft habe und ergänze alles, was dazu gekommen ist. Und vor allem freue ich mich an allem, was erledigt ist. Ich wende hier ein Colour-Code an. To do’s, wo ich auf eine Zuarbeit von jemand anderen arbeite, marke ich grün. Besonders wichtige To do’s, die wirklich brennen, marke ich pink an.

Wochenplanung

Here is where the magic is happening …

Bullet Journal Wochenplan leer
Bullet Journal Wochenplan leer

Ich hatte euch schon einmal an anderer Stelle erzählt, dass sich hier alles wieder findet, was ich im Level 10-Bereich als meine Ziele definiert habe. und hier kommt alles konkret zu tragen, was ich vorher im Future Planning bzw. in der Monatsplanung angesammelt habe bzw. weitere Quellen wie der Müllplan.

Ziele

Für meine Ziele zeichne ich hier ein paar Icons ein:

  • 10 Gläser, die mich daran erinnern mehr zu trinken und die sich idealerweise über den Tag füllen sollte
  • ein Apfel, der mich daran erinnert, dass ich 2 Teile Obst und drei Teile Gemüse zu mir nehme
  • ein Euro-Zeichen, um micht bewusst mit meinen Ausgaben auseinanderzusetzen
  • ein Servierteller, hierin erfasse ich das jeweilige Essen für den Tag, damit verankere ich meine Menüplanung
  • ein Doppel-W, weil ich versuche 5 Kilo abzunehmen, also erfass ich hier meine Weightwatchers Punkte, zumindest in der Theorie. An dem Thema arbeite ich noch 😉
  • Instagram Logo, damit ich an einen Blog-Beitrag bzw. Instagram-Beitrag denke

Tagesaufgaben/Termine

Tagesabhängig kommen noch ein paar Sticker dazu:

  • Putzmittel, wenn ich mir hier eine Putzaufgabe gesetzt habe
  • Mülleimer, weil ich im Müllplan gesehen habe, dass der Restmüll abgeholt wird. Ich muss dann sicherstellen, dass der Mülleimer draußen steht
  • Pfotenabdruck, weil entweder Hundeschule, Spaziergang oder sonst so etwas vorgesehen ist
  • Besteck, wenn wir wir auswärts essen gehen
  • Ein Einkaufwagen, weil ich plane z.B. am Donnerstag einkaufen zu gehen
  • Vollmond und Neumond – ich habe das Gefühl an Vollmond Nächsten furchtbar zu schlafen, aber ich will überprüfen, ob das wirklich so ist
Bullet Journal Wochenplan1
Bullet Journal Wochenplan1

Ihr seht, so füllt sich der Kalendar für die Woche. Und indem ich mich ganz konkret mit meinen Plänen auseinandersetze, weiß ich auch worauf ich mich wie vorbereiten muss.

Manchmal hefte ich noch eine lose Notizseite hinzu, z.B. was ich packen muss, weil ich für ein paar Tage nach Köln fahre. Das ist natürlich der Vorteil des Systems. Das hätte ich früher im klassischen Bullet Journal nicht gekonnt. Und ich hefte noch mein Bahnticket dazu.

Zum Schluss lege ich neue Seiten in meiner Menüplanung an, wo ich festhalte, was ich über die Woche kochen möchte und was ich folglich am Donnerstag einkaufen werde und eine leere Doppelseite für eine Budgetplanung, in der ich meine täglichen Ausgaben erfasse.

Von der Planung zur Umsetzung

Am Ende liegt mein Planner auf meinem Schreibtisch und ich schaue tagsüber immer wieder rein, um zu sehen, was ich so für heute im Blick haben muss. In Kombination mit meinem Outlook-Kalendar, der vor allem meine Job-Termine erfasst, fühle ich mich gut organisiert. Ich bin überzeugt, dass es vor allem die wöchentliche schriftliche Auseinandersetzung mit Terminen und Aufgaben mir hilft, alles wichtige im Blick zu behalten.

Und vor allem blättere ich immer wieder zu meiner To do Liste, fülle die Wassergläser, ergänze, wenn mich etwas gefreut oder geärgert hat, ob ich krank geworden bin usw …

Fazit

Ich liebe mein neues Bullet Journal. Diese Mischung aus vorgefertigtem Layout und der gleichzeitigen Möglichkeit mich mit Zeichnungen/ Stickern/ Farben usw. austoben zu können, macht mir total Spaß. Und das beste ist, wenn etwas nicht mehr funktioniert, nehme ich es einfach raus 🙂

Was meinst ihr dazu? Wie plant ihr eure Tage? Wie funktioniert eure Selbstorganisation? Und habt ihr vielleicht noch ein paar Ideen für hilfreiche Listen und Seiten, die das Thema Produktivität noch stärker voranbringen?

Ich freu mich auf eure Ideen. 🙂

4 Kommentare

  1. Liebe Honey, ich bin auch ein Chaot und suchte nach einer Planner-Lösung für mich. Die vorgefertigten Kalender, die ich bis jetzt hatte, fand ich doof, weil ich immer zu wenig Platz hatte, musste doch auf irgendwelche anderen Zettel ausweichen usw…. Dann sah ich den Bullet Journal und ich war kurz davor, mir einen zuzulegen und damit zu starten, aber mich hat das ganze Zeichnen – jeden Tag neu – abgeschreckt, weil ich Angst hatte, dass ich das zeitlich nicht schaffe und auch von meinem Durchhaltevermögen her. Also vielleicht doch was Fertiges. Im Amazon haben mich die wunderschönen Covers von Happy Planner angesprochen und ich fing an, mich in diese Richtung zu orientieren. Denn ich dachte mir schon, mit einem Locher könnte ich doch gepunktete (ausgedruckte) Seiten da integrieren und eine Mischung aus Bullet Journal und Planner – ganz nach meinen Wünschen zu gestalten. Und so bin ich auf Deine Seite gestoßen. Und jetzt freue ich mich lesen zu können, dass es doch durchaus gute Idee ist. Ich werde gleich weiter hin bei Dir stöbern aber erstmal sage ich schon mal DANKE! Ganz liebe Grüße, Karo

    1. Hallo liebe Karo,
      das freut mich total, dass ich dir damit etwas weiterhelfen konnte. 🙂
      Ich kann diese Hybrid Methode absolut weiterempfehlen, ich benutze das heute noch. Alles zu zeichnen nervt mich bzw. ich reg mich ganz furchtbar auf, wenn ich mich verzeichne (was ziemlich oft passiert). So drucke ich mir meine festen Seiten jede Woche aus und trage alles ein, was ich brauche. … Und wenn meine Bedürfnisse sich ändern, ändere ich die Seiten am Computer. Ich hatte übrigens sogar ein Grundlayout für alle zur Verfügung gestellt, falls du einfach eine Basis haben möchtest…. Ich bin neugierig, wie du es am Ende für dich machen wirst. Wenn du noch Tipps brauchst, sag gerne bescheid 🙂

      1. Ich bin gerade dabei. Habe mir einen Happy Planner ausgesucht, der schon eine Woche drin hat und will erstmal damit anfangen. Will aber mit eigenen Bullet Journal Seiten ergänzen, dafür bräuchte ich punktierte Seiten. Kann man die irgendwo ausdrucken? Habe bis jetzt nichts gefunden. Und letztlich wird sich im Leben zeigen, ob diese Methode für mich gut ist. Auf jeden Fall dank der heutigen Planung habe ich schon mal geschafft, Zahnarzttermin auszumachen, was ich seit Ewigkeiten schiebe 😉 Nun ja, auf ein neues strukturiertes 2018 😀
        Danke für den Link zu den pdf-Dateien. Die brauche ich erstmal nicht, weil ich erstmal mit den vorhandenen Seiten für 2018 vom Happy Planner anfange und eben ganz individuell mit der Tagesplanung ergänze, je nach Bedarf. Nur eben diese punktierten Seiten wären cool. Die ich lochen könnte und da integrieren könnte. Oder würde sich eher anbieten einfach so ein Heft zu bestellen und von dort Seiten nehmen und lochen? Was würdest Du mir raten?
        LG, Karo

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