Shibori oder ein Etsy Blogger Event

Shibori

Shibori eine jahrhundertealte Färbetechnik aus Asien

Eine Email von Etsy

Alles begann mit einer Email von etsy. Es war eine Einladung zum Meet&Greet nach Frankfurt im Oktober. Ich gestehe mein erster Gedanke war. Schon klar. Eine Email von etsy. Wahrscheinlich will der Absender, dass ich irgendwo drauf klicke, irgendwelche Programme herunterlade irgendwo meine Kontodaten „verifiziere“ oder so ähnlich. Ich wollte die Email eigentlich schon löschen, hatte Sie aber einfach nochmal gelesen.

Mhmmm… irgendwie sah das alles schon ziemlich überzeugend aus und meine Kontodaten wollte auch keiner haben. Eine kleine Recherche im Netz erbrachte, dass die Email echt war und ich tatsächlich von etsy zum Bloggertreffen eingeladen war.

Oh mein Gott!

Mitte Oktober war es dann so weit. Das Thema Shibori, also eine alte Färbetechnik-Tradition aus Japan. Ähhh, also Batik? Bloß nicht. Ich erinnere mich da an komische häßliche Strandkleidung in peinlichen Mustern. So gar nicht mein Ding. Aber ich war neugierig. Und mittlerweile ein Fan.

Shibori – eine Färbetechnik mit Tradition

Die Binde- und Färbetechnik entstand wahrscheinlich vor hunderten von Jahren in Indien und wanderte von dort nach China und Japan. Shibori ist die Bezeichnung in Japan und war vor allem bei armen Leuten eine beliebte Art der eigenen Kleidung ein modische Aussage zu geben. Man kann es sich heute nicht mehr vorstellen, aber farbige Kleidung war etwas besonderes. In Europa trug jahrhundertelang das einfache Volk ungefärbtes Leinen, also hellbeigebraun. Deswegen auch die aufwändigen Damenportrait in aufwändigen Samtkleidern in wunderschönen Farben. So brachte man in einer Zeit, vor Statement-Necklaces und Fashion-Bags, seinen Stil, seinen sozialen Status und vor allem seinen Reichtum zum Ausdruck.

Die Technik beruht auf der Idee, dass das Farbmittel auf Sauerstoff reagiert. Durch die Bindung werden also bestimmte Stellen dem Kontakt mit Farbe und Sauerstoff entzogen.

Unterschiedliche Arten der Bindung ergeben unterschiedliche Muster. Es gibt traditionelle japanische Bindetechniken und moderne Ansätze.

Renna Deluxe und andere starke Frauen

Vorgestellt wurde dass ganze von Christiane Hübner von Renna Deluxe. Mein liebstes Zitat von ihr an diesem Abend: „Das Leben ist zu kurz für häßliche Haushaltstücher“ Schlagartig musste ich an meinen Küchenschrank denken mit dem Stapel an Haushaltstüchern, die ich von meiner Mutter geschenkt bekommen habe. (Sorry Mum, nichts gegen dein Geschenk. Aber du glaubst doch auch nicht, dass die Haushaltstücher schön sind, oder?)

Ich unterhalte mich mit ihr, denn ich finde sie eine spannende Persönlichkeit. Sie hat sich mit ihrer Leidenschaft selbständig gemacht. Dazu gehört Mut. Und nun ist sie erfolgreich. Ok und ich liebe ihre Mireille-Mathieu-Gedächtnis-Frisur. Sie sieht toll aus und hat auch noch Esprit. Ja, wir Frauen sind definitiv auf dem Vormarsch!

Hier der Link zu ihrem Shop voller Muss-haben-Kleinode. Ich liebäugle gerade mit den Taschen mit Marmor-Optik. Oder doch das stylische Geschenkpapier im Pollack-Look. Der Besuch lohnt sich.

Die gebundenen Leinentüchern werden mit Namen versehen in Indigo gebadet für ca. 10 Minuten.

Shibori
Topf voller Indigo und mit unseren gebundenen Tüchern

Spannend ist der Moment, wo sie wieder entnommen und aufgeschlagen werden. Das ist der Moment, wo man sieht, ob die Faltung und damit das gewünschte Muster geklappt haben. Das ganze muss dann noch über Nacht austrocknen.

Shibori
Mein fertiges Tuch. Sieht es nicht toll aus?

Ich nutze die Wartezeit während des Indigobads um mich mit mit den anderen Bloggerinnen auszutauschen. Man merkt, dass die meisten hier das schon deutlich länger machen als ich. Und sie sind alle so stylisch. Ich muss den Wunsch unbemerkt mein Handy zu zücken und sie zu fotografieren dringend unterdrücken.

Die Gespräche mit den anderen lösen Fragen aus? Wie lange und vor allem, wie ernsthaft möchte ich das hier betreiben? Aktuell steht der Spaß im Vordergrund aber ich könnte es schon mit mehr Ernsthaftigkeit nach vorne bringen. Nun, ich sehe ich habe viel zum Nachdenken.

Fazit

Es war ein wahnsinnig interessanter Abend. Und ich bin total happy, dass ich von Etsy dazu eingeladen wurde. Ich habe tolle Mädels kennengelernt. Ich bin in meiner Meinung, dass „Papier“ voll im Trend ist, bestätigt worden und ich habe viel zum Nachdenken mitgenommen.

Leider konnte ich nicht so lange bleiben, weil ich direkt zum nächsten Event düsen musste. Cashew-Trüffel und Whiskey eine sinnlich, sündige Verbindung. Für mich sind die Cashew-Trüffel die wahrhafte Entdeckung. Genuss, Exotik aber vegan, also mit dem guten Gefühl etwas Gutes für sich zu tun. Aber davon das nächste Mal mehr 🙂

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