Miracle Morning – Erfahrungsbericht Teil 2

Miracle Morning

Miracle Morning – die drei Phasen der Challenge

Laut Hal braucht es 30 Tage eine neue Routine wie den Miracle Morning zu verinnerlichen. Dabei gibt es drei Phasen. Die erste ist zu Beginn noch aufregend und neu. Sie wird aber schnell wirklich quälend. Wer bitte hat die beschissene Idee mit dem Wecker auf 5h? Doch es hilft nichts. Da muss man durch. Aber das gute ist, dass man weiß, dass wenn man durchhält, nach 10 Tagen die zweite Phase startet.

Die zweite Phase ist schon leichter. Man hat sich etwas gewöhnt, aber Spaß macht das immer noch keinen. Man denkt immer noch die ganze Zeit, ob das denn wirklich sein muss.

Am wichtigsten ist die dritte Phase in den letzten 10 Tagen. Hier fängt das ganze an Spaß zu machen und es ist wichtig, hier unbedingt dran zu bleiben und sich nicht vermeintlich mit ausschlafen zu belohnen. Denn das Gehirn verbindet bis zu diesem Zeitpunkt nur negatives mit der neuen Routine, jetzt muss man mehrfach erleben, dass es Spaß macht. Sonst fängt man ganz schnell bei 0 wieder an.

Meines Erachtens bewege ich mich gerade im Übergang zwischen der ersten und zweiten Phase. Es ist keine absolute Katastrophe mehr, das frühe Aufstehen fällt mir aber immer noch schwer. Und ich muss mich jedes Mal disziplinieren mir das Yoga nicht zu schenken.

Meine Erfahrungen Miracle Morning – ein Auszug

22.11.2017 5.51h

Ich bin mit dem ersten Klingeln meines Weckers aufgestanden, habe brav meine Life Savers absolviert, habe schon zwei Glas Wasser getrunken (!) und bin super motiviert. Und das beste ist: Während ich hellwach bin und ich mich topfit fühle, begrüßt mich mein Mann mit kleinen süßen verschlafenen Äugeln. Sonst ist es immer anders gewesen. Da musste er mich so manches Mal aus dem Bett zwingen. Es fühlt sich gerade alles richtig gut. Ich bin stolz auf mich und habe wie schon lange nicht mehr das Gefühl mein Leben positiv nach vorne zu bringen. Dieses Gefühl hatte ich schon lange nicht mehr. Als hätte ich mich irgendwann mit meinem Leben abgefunden. Bitte versteht mich nicht falsch, ich liebe mein Leben. Ich kann unendlich dankbar sein, wie gut ich es habe. Aber habe ich wirklich mein Potential ausgeschöpft?

23.11.2016 5.45h

Yoga, Affirmation und Meditationsübung habe ich schon gemacht. Ich bin hellwach und komplett klar in meinem Kopf. Und vollkommen entspannt!

Ich bin kaum dass der Wecker den ersten Ton von sich gegeben hat, direkt aufgestanden. Und das um 5h morgens. Fairer Weise muss man aber sagen, dass ich nicht wirklich gut geschlafen habe. Ich hatte gestern recht viel Stress im Büro und musste meinen Zahnarzttermin (jährlicher Check-up) sausen lassen. Dann bin ich spät nach Hause gekommen und in folge dessen auch recht zügig ins Bett. Und das schlimmste, ich war faul und habe keine Bedtime Affirmation gemacht, sondern hab mich von meinem Tablet einschläfern lassen. Irgendwann um 23h war ich dann nochmal wach und hab das Tablet auf Flugmodus gestellt und extra weit weg von meinem Bett, sodass ich aufstehen muss, um den Wecker auszustellen. Ich muss mich also nicht wundern, dass ich nicht wirklich tief geschlafen haben. Soll mir eine Lehre sein. Heute Abend mache ich es besser.

24.11.2016 5.52h

Ich bin wie geplant mit der Meditationsübung ins Bett gegangen. Dadurch habe ich wunderbar entspannt und tief geschlafen. Aber da  mich der Wecker direkt aus einem Traum gerissen hat, bin ich schlecht aus dem Bett gekommen. Ich hasse das. Normalerweise werde ich dann den ganzen Tag nicht ganz wach, als wäre ein Teil meines Bewusstseins immer noch im Traum gefangen. Dank Miracle Morning bin ich komplett klar und hellwach. Aber ich hatte große Probleme sowohl bei der Meditation als auch beim Yoga. Meine Gedanken sind ständig zu To do’s rund um den Job gewandert. Ich erlebe meine üblichen Probleme mit Stress im Büro umzugehen. Es wird sich zeigen, ob mir der Miracle Morning hilft, damit besser umzugehen.

25.11.2016 7.22h

Da ich heute von zu Hause arbeite, klingelt mein Wecker eine Stunde später. Aber heute nacht habe ich schlecht geschlafen. Der Stress im Büro hat deutlich zugenommen und das wirkt sich wie immer auf meinen Schlaf aus. Außerdem habe ich auf die Meditationsübung vor dem Schlafen gehen verzichtet. Folglich bin ich um 2.30h aufgewacht und habe getan, was ich dann immer tue. Ich habe youtube-Videos geschaut. Ja, ja ich weiß. Keine so gute Idee. Dann habe ich es mit einer Meditationsübung versucht und siehe da nach der Übung habe ich für den Rest der Nacht tief und fest geschlafen. War heute morgen allerdings nicht so gut motiviert aufzustehen.  Folglich bin ich heute deutlich später unterwegs und schon wieder gestresst, dass ich alle schaffe, bevor ich den Laptop anschmeiße und anfange zu arbeiten.

26.11 und 27.11

Was soll ich sagen. ..ähm..Hust. Der komplette Vollausfall.

Wir hatten Besuch, wenn das als Entschuldigung zählt. Ich hab es nicht zusammen bekommen, weil ich es nicht wollte. Wenn ich gewollt hätte, hätte ich es natürlich hinbekommen. Ähh

 

28.11. 5.47h

Ja, heute morgen hat der Wecker geklingelt. Im Ersten Moment habe ich nicht mal verstanden, was überhaupt los war. Ja, ich hab die Schlummertaste gedrückt, einmal. Meditation ging, aber Yoga war eine Katastrophe. Meine Asanas waren so schlimm, wie nicht mal in meiner ersten Yoga-Stunde. Ich hab die Balance verloren, bin durch die Übungen gestolpert usw. Aber ich bin hier. Ich bin nach zwei Tagen ohne Miracle Morning, in denen es mir wirklich gefehlt hat, nicht komplett aus der Routine gefallen. Das ist ein gutes Zeichen!

Fazit – meine ersten zwei Wochen Miracle Morning

Ich nehme wahr, dass ich viel konzentrierter und fokussierter im Job bin. Die Meditationsübungen helfen mir besser mit dem Stress im Büro umzugehen. Und an normalen Wochentagen finde ich den Wecker um 5h gar nicht so schlimm. Was macht eine Stunde mehr oder weniger schon aus. Schwieriger gestaltet sich aktuell das Aufstehen an meinen Wochenende. Es gibt keinen Druck früh aufzustehen. Ich hab doch eigentlich Zeit. Also kann ich doch den Wecker später stellen oder einfach noch ein bißchen im Bett liegen bleiben. Doch die Rechnung geht nicht auf. Sobald mein Mann und die Hunde wach sind, habe ich keine Stunde mehr für mich. Dann habe ich keine Ruhe und keine Muße mehr. Dann ist meine Stunde für mich verloren und kommt nicht wieder.

Ich beobachte eine massive Veränderung in meiner inneren Haltung. Im tiefsten meines Inneren habe ich immer Angst gehabt vor dem, was ich mir eigentlich am meisten wünsche. Ich möchte mehr Verantwortung übernehmen und habe gleichermaßen Angst davor. Dessen wahr ich mir immer irgendwie bewusst, aber nie so klar und vor allem auch nicht mit dem Wunsch das zu ändern. Ich merke, wie  ich die Angst, den Respekt vor einer anspruchsvolleren Aufgabe akzeptiere, aber auch für mich selbst sage, dass ich das hinbekomme. Und vorher? Vorher war dann immer eine kleine Stimme, die sagt, lass es lieber. Du könntest ja versagen. Da ist er wieder der Mut. Der Mut sich selbst und sein Leben selbst zu gestalten!

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