Plan with me November – ein Blick in mein Happy Planner-Bullet Journal

Plan

November – ein neuer Monat – ein neuer Plan

Beim umblättern der Blätter im Kalendar, stolpere ich über den November. Wie es ist November?! Wo ist das Jahr geblieben? Und es ist Zeit für einen neuen Monats-Plan. Na dann .. Ich setze Tee für uns auf. Achtung vor dem Einhorn, es klaut einem die Spekulatius vom Teller. Wenn man genau darauf achtet, kann man es aus den Augenwinkeln sich Anschleichen sehen. Und wie wäre es mit einem altmodischen Früchtetee, tiefrot in der Tasse, mit frischen Orangen in der Kanne? Für mich werden bei Früchtetee immer Kindheitserinnerungen an Samstagnachmittagen bei Freunden mit Tee und Gebäck wach.

Die Vorbereitungen

Ich schmeiße den Drucker an und drucke meine eigenen Einlagen. Sie haben sich seit den ersten Anfängen deutlich weiterentwickelt. Und es macht jedes Mal Spaß immer zu schauen, wie etwas besser funktioniert. Ja, ja ich weiß, ich bin ein Planner Nerd. 😉

Doch dieses Mal probiere ich etwas ganz neues aus. Ich bin mal ganz amerikanisch. Die ganzen amerikanischen Mädels verzieren ihre Bullet Journal, Happy Planner oder Erin Condren Seiten mit wunderschönen saisonalen Stickern. Die Seiten schwanken zwischen künstlerischer Schönheit hin zu Barbie-Prinzessinnen-Zuckerguss-Kitsch. Aber nun gut, ich lass auch mal das kleine Mädchen raus. (Aktuell frage ich mich ja schon, warum ich so infantil bin. Und es wird auch immer schlimmer. Als Teenager hätte ich mich nie lebendig mit der Farbe rosa erwischen lassen. Und jetzt nutze ich ein lila Notizbuch im Büro?!)

Ich lege meinen Bürokalendar bzw. mein Blackberry bereit und die Monatsübersicht für November. Hier habe ich schon die ganze Zeit per Post-It Termine und Dinge gesammelt, die ich auf dem Schirm haben muss. Und das wichtigste dieses Mal … ich habe mir aus dem Internet, hier vor allem etsy, zum einen ein fertiges ein Monats-Sticker-Set heruntergeladen und zum zweiten auf Basis von digitalen Motiven, ebenfalls von etsy, mein eigenes Wochenset erstellt.

Der Planungsprozess

Meine aktuelle Grundstruktur für die Monatsplanung

  • Die Monatsübersicht
  • Die Wochenübersicht (4x)
  • Mein Habbit Tracker
  • Mein Monthly Dashboard
  • Meine monatliche To do Liste
  • Meine Memory-Keeping-Seite

Daneben habe ich noch meine Budgetübersicht, Menu- und Einkaufsplanung und Haushaltsplanung in separaten Registern. (Über letzteres sprechen wir besser nicht. Ich bin aktuell keine gute Hausfrau. Eigentlich bin ich sehr pingelig, was Sauberkeit betrifft. Aber die Wollmausfamilie unter meinem Bett und ich leben gerade in friedlicher Koexistenz. Sie diskutieren sehr intensiv eine Familienvergrößerung und ein größeres Anwesen am Hang meines Wäschebergs. Der Blick sei so idyllisch.)

Wie bereits in der September-Planung erwähnt, fängt meine Terminfindung für November nicht im November an. Ich sammle schon die ganze Zeit Verabredungen, Veranstaltungshinweise und Organisatorisches. Jetzt geht es um die konkrete Auseinandersetzung, was diesen Monat ansteht und was ggf. von mir dafür vorbereitet werden muss.

Der Monats-Plan

Es gibt eine Kreativmesse in Frankfurt vom 03.-06.November. Diesen Samstag wollen wir mal wieder den Greyhoundverein besuchen. Die Woche darauf sind wir mit Freunden zu einem Jazz-Konzert bei Limburg verabredet. Die letzten Vorbereitungen für das Geburstagsgeschenk für meine Schwiegermutter sind zu treffen. Sie hat Mitte November Geburtstag usw….

Alles wird eingetragen und gekennzeichnet.

Der Monats-Plan ist dann die grobe Grundlage für den Wochenplan.

Der Wochen-Plan

Plan
Monthly View

Ok, hier habe ich mich gehen lassen. Ich muss sagen, ich schwanke zwischen Beschämtheit, weil das alle so kindisch ist und Stolz, weil ich das alles selbst  designed habe. Ich habe mich von den ganzen amerikanischen Planner-Girls inspirieren lassen. Es ist schon sehr Dekolastig, aber  immer noch eine gute Planungsgrundlage. Mir war wichtig, dass die Funktionalität nicht gänzlich untergeht vor lauter „Sticker“. Auf der anderen Seite, wollte ich bewusst mit Icons arbeiten, um eine mögliche rein textliche Darstellung aufzulockern.

Diese Woche steht nicht viel an. Nachwievor finden sich die Icons aus meinem Bullet-Journal wieder. Die Tropfen mit dem Ziel, dass ich genug trinke. Das Euro-Zeichen, damit ich meine Ausgaben tracke. (Damit sind aktuell vor allem die Starbucks-Besuche gemeint. Ich hab da so ein kleines Frappucino- und Pumpkin Spice Latte-Problem. Ich sollte mit Frederik, meinem inneren Schweinehund, eine kleine Selbsthilfegruppe aufmachen. … Wenn ich so darüber nachdenke, vielleicht besser nicht.) Und das Weight-Watcher-Logo. Da sind noch diese verdammten 5 Kilos mit denen ich dieses Jahr überhaupt nicht weiter gekommen kann. (Was soll das heißen, die vielen Frappucinos diesen Sommer könnten etwas damit zu tun haben?)

Im unteren Bereich finden sich tagspezifische Themen. Der Mac steht für Home Office, die Schreibmaschine für Blog-Vorbereitungen, die Mülltonne für die Biomüll-Abholung, die Kreativmesse und der Besuch beim Greyhoundverein usw. (Sollte ich der Wollmaus-Familie noch den Krieg ansagen, würde ich das hier mit einplanen. Wahrscheinlicher ist, aber, dass ich den Wäscheberg angehe, bevor wieder die Sherpas ankommen und Bergführungen für reiche Tourristen anbieten wollen, so wie letztes Jahr.)

Der Habbit-Tracker und das Monthly Dashboard

Monthly Dashboard
Monthly Dashboard

Den Habbit Tracker habe ich sehr stark reduziert. Ich habe diesen schon seit meinem ersten Bullet Journal. Und die letzten Monate ist er immer seltener ausgefüllt worden, weil ich mir immer mehr vorgenommen habe und im gleichen Maße ist das Frustrationslevel gestiegen. Folglich diesen Monat nur noch sechs Habbits, wie z.B.10tsd Schritte pro Tag, Me-Time oder auch 5 Teile Obst und Gemüse. Außerdem habe ich einen sehr kritischen Blick auf meine Ziele 2016 (hier der Link als kleine Gedächtnisstütze) geworfen. Wo bin ich schon zufriedener, wo ist noch starker Handlungsbedarf?

Die drei Ziele, in denen ich sehr unzufrieden bin, setze ich diesen Monat in den Fokus. Folglich sind es die drei Zielfelder meines Monthly Dashboards z.B. dass ich endlich die 5 Kilo angehen möchte, die ich mir schon ewig vornehme. Zumindest habe ich es geschafft nicht zuzunehmen in diesem Jahr! Die restlichen Felder füllen sich mit weiteren Themen, Erfolgen, unspezifischen Erinnerungen u.ä. Ich probiere dieses Dashboard zum ersten Mal aus und will sehen, wie es lanfristig funktioniert.

Monatliche To do Liste und Memory-Keeping

Monthly To do Liste
Monthly To do Liste

Meine To-do-Liste und Memory-Seite haben sich bewährt, folglich lasse ich diese unverändert.

Für meine To do Liste, sichte ich die vom Vormonat und migriere alle noch offenen und vor allem relevanten To do’s. Warum? Es ist ganz wichtig, einen neuen frischen Monat zu beginnen. Der Blick ist frei für das, was nun wichtig ist und ich erfreue mich an den vielen abgehakten To do’s.

Die Memory Seite ist vor allem im Zurückblättern schön. Es ist wie ein Tagebuch und Gratitude Log in einem nur viel reduzierter und viel ungezwungener. Ich schreibe nur etwas rein, wenn mir etwas Besonderes im Gedächtnis geblieben ist. Das entspricht der Tradition eines Original-Bullet-Journals.

Memories
Memories

Fazit

Zwischenzeitlich habe ich mich schon gefragt, ob ich nicht mehr Zeit in Erstellung und Design der Einlagen investiere, die ich besser in die Abarbeitung der darin festgehaltenen Aufgaben investiert hätte? Es stimmt schon, für so einen Plannernachmittag geht mindestens eine Stunde drauf. Eine Stunde, die ich genauso gut in die Steuererklärung hätte stecken können. Aber jetzt mal ganz ehrlich. Was macht mehr Spaß und was macht mich mehr glücklich? Eine Stunde Steuererklärung oder eine Stunde sinnloses Geskribble, Sticker-Geklebe und Gemale in meinem Bullet-Journal-Happy-Planner-Hybriden? Und rückblickend bekomme ich meine To do’s effektiver abgearbeitet und habe meine Themen so vorausschauend und strukturiert im Griff wie noch nie in meinem Erwachsenenleben. Interessant, dass mein kindisches-Kitsch-Buch mit den Stickern, mich zu einem strukturierteren, verlässlicheren Erwachsenen machen???? Das gibt einem zu Denken!

Und was sagst du dazu? Denkst du gerade, mein Gott, jetzt ist sie noch durchgeknallter, als sie es schon von Anfang an war? Oder glaubst du auch, dass diese ganze Malbücher für Erwachsene-Bewegung schon irgendwie was hat? Und wie hälst du es mit deinem Planner bzw. Bullet Journal. Minimalistisch produktiv oder ausufernd, kreativ?

 

 

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