Das Café am Rande der Welt

Der schmerzhafte Blick zurück

Es ist November, die Tage werden dunkler, grauer und kürzer. Leise legt sich der Schnee auf Wiesen und Felder. Es liegt ein Gefühl von Vergänglichkeit in der Luft. Das Jahr nähert sich dem Ende und es mehren sich die elendigen Jahresrückblicke. Ein Jahresrückblick kann etwas schönes sein und gleichzeitig etwas schmerzhaftes. Es ist wichtig zurück zu blicken und sich an die schönen Dinge zu erinnern, die man in diesem Jahr erlebt hat. Das Leben ist zum Leben da. Um so wichtiger ist es sich all der schönen Dinge bewusst zu machen, die man erlebt hat.

Ich nutze hierfür intensiv Fotos. Ob ich einfach in meinem Handy durch meine Fotos zurückblicke, durch die Seiten meines Kalenders blättere oder meine Scrapbooking Seiten betrachte. Es ist so viel schönes passiert. Wieviel ich in diesem Jahr erlebt habe, war ich mir selbst gar nicht bewusst. Da wir keinen größeren Urlaub gemacht haben und auch sonst keine größeren Ereignisse das Jahr strukturieren, wirkt das Jahr im Rückblick im ersten Moment belanglos. Erst der Blick auf die einzelnen Fotos machen mir all die schönen Erinnerungen wieder bewusst.

Aber ein Jahresrückblick ist auch ein Rückblick auf meine gesetzten Ziele für dieses Jahr. Was wollte ich in diesem Jahr erreichen und habe ich alles erreicht? In diesem Jahr werde ich wohl eher unzufrieden sein. Ich habe nicht alles erreicht, was ich erreichen wollte. Falls ihr euch dafür interessiert, was meine Ziele für dieses Jahr waren, findet ihr meinen Beitrag dazu hier.

Der Blick zurück ist also schmerzhaft. Habe ich meine Zeit sinnvoll investiert oder eben nicht. Dann bin ich enttäuscht, denn mein wertvollstes Gut ist Zeit. Und viel zu oft fühlt es sich an, als würde meine Zeit dahin rinnen und ich habe sie nicht so verbracht, wie ich es gerne getan hätte.

Ein Weg, der gegangen werden will

Und manchmal hilft der Blick zurück zu erkennen, wie weit man schon gekommen ist.

Eine Freundin sprach mich letztens auf ein Buch an. „Das Cafe am Rande der Welt“ Sie bedankte sich für meine Buchempfehlung. Daraufhin erwiderte ich, dass ich das Buch gar nicht kenne. Um so überraschter stellte ich fest, dass es in meinem Buchregal stand. Ich muss es wohl gelesen habe und danach vollkommen vergessen.

Das in sich, ist schon außergewöhnlich für mich. An Bücher erinnere ich mich normalerweise immer. Und dass mir ausgerechnet auch noch dieses entfallen ist, ich kann es mir überhaupt nicht erklären. Um so verwunderter werdet ihr vielleicht sein, dass ich euch auch noch ausgerechnet dieses Buch ans Herz lege.

Ich las dieses Buch zu einem Zeitpunkt in meinem Leben als ich vieles in Frage stellte. Oder stellte ich wegen dem Buch vieles in Frage? Mein Vater war gestorben und ich war sehr unzufrieden, wie sich mein Leben entwickelte. Ich fragte mich, ob ich das Leben lebte, das ich leben wollte oder dass mein Vater gewollt hatte, dass ich es lebte. Ich verdanke meinem Vater viel. Das will ich mit dieser Aussage nicht schmälern. Aber am Ende des Tages muss ich mein Leben leben und damit glücklich sein.

Und ich glaube, das ist auch der Grund warum ich dieses Buch vergessen habe. Es ist kurz, ihr habt es an einem Winterabend vor dem Kamin mit einer Tasse Tee (das heißt nicht, dass jetzt jeder einen Kamin braucht, ich möchte hier nur ein Bild erzeugen) durchgelesen. Doch es sind die Fragen, die darin aufgeworfen, aber nicht beantwortet werden, die euch lange begleiten werden.

Ich kann mich an das Buch nicht erinnern, aber die Fragen sind immer noch da. Sie sind schmerzhaft, denn sie zwingen mich dazu jeden Tag aufs Neue hinzuschauen und mich zu fragen, ob ich meine Leben so lebe, wie ich es eigentlich möchte.

Die Fragen, die sich jeder stellen sollte

Doch vor allem muss die Frage lauten, wie würde ich gerne mein Leben verbringen? Was macht mich glücklich? Und tue ich das, was mich glücklich macht?

Ich werde euch hier an dieser Stelle keine Inhaltsbeschreibung dieses Buches geben. Das macht keinen Sinn. Ich weiß, wahrscheinlich die seltsamste Buchempfehlung, die man im Internet findet. 😉

Ich möchte euch auffordern, dieses Buch zu lesen. Und ich möchte euch auffordern euch die Fragen darin zu stellen.

Wer bist du? Und wer möchtest du sein?

Habe ich diesen Weg abgeschlossen? Nein. Aber ich befinde mich mitten drin. Und es ist interessant zurück zu blicken und zu erkennen, wie lange ich diesen Weg nun schon gehe und welche Impulse ich dabei aufgenommen habe. Der Weg vor mir wirkt so lang. Dabei habe ich vergessen, wieviele Schritte ich bereits zurück gelegt habe. Und um so interessanter, dass mir das Buch jetzt wieder begegenete, als hätte es so sein sollen, um mich daran wieder zu erinnern.

Fazit

Falls ich euch jetzt neugierig gemacht haben sollte, dann findet hier den Link zum Buch.

Und mich würde natürlich interessieren, ob euch solche Bücher interessieren und ob ihr mit dieser sehr schrägen Buchempfehlung etwas anfangen konntet.

Und was gibt euch dieses Buch? Welche Gedanken löst es aus und wo steht ihr auf eurem Weg?

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