Mein Art Journal zum Srapbooken und Erinnerungen festhalten

Art Journal; Scrapbooking; Scrapbook; Bullet Journal; Diary; Tagebuch

Warum Art Journal?

Ich hatte euch schon vor einigen Monaten erzählt, dass ich ein separates Scrapbooking Memory Notizbuch bzw. Art Journal führe. Hier findet ihr den Beitrag dazu.

Ich bin auch heute der Meinung, dass es gut für die Seele ist, in seinem Bullet Journal zu Scrapbooken oder Memory Keeping zu betreiben.

Als ich ausgemistet habe, bin ich über ein paar Notizbücher gestolpert in die ich in meiner Schulzeit regelmäßig meine Gedanken festgehalten habe. Es hat Spaß gemacht, zu lesen, was mich damals beschäftigt hat.

Und ich glaube es hilft insgesamt der Seelenhygiene seine Gedanken auszuspeichern und damit Ausdruck zu verleihen. Manchmal hilft es eine Lösung zu finden und manchmal sind die Probleme nicht mehr so groß, wenn man sie formuliert.

Art Journal; Scrapbook; Scrapbooking; Diary; Bullet Journal

Ob ihr dies direkt in euer Bullet Journal tut oder wie ich in ein separates Notizbuch ist jedem selbst überlassen. Ich tue dies nun schon seit ca. einem Jahr. Und kann es nur sehr empfehlen.

Falls das etwas ist, was euch interessiert, hier im folgenden eine kleine Anleitung, wie ihr ein „Art Journal“ aufsetzt.

Was ist Art Journaling überhaupt?

Wie ihr vielleicht festgestellt habt, benutze ich die Begriffe Scrapbooking und Art Journaling wie Synonyme. Das ist streng genommen nicht korrekt.

Beim Scrapbooking geht es darum Erinnerungen mit Hilfe von „Scraps“ festzuhalten. Viele verwenden dazu Alben in die die fertigen Seiten dann in Schutzhüllen abheftet werden. Beim Art Journal geht es darum Erinnerungen mit Hilfe von Zeichnungen, Aquarell oder anderen Kunstmaterialien und aber auch Schrift in einem dafür definierten Notizbuch/Block festzuhalten.

Ich hoffe, ihr versteht, warum diese beiden Dinge für mich so nah beianander sind. Es geht in beiden Formen darum eine Art „Tagebuch“ zu führen unter Verwendung verschiedener Ausdrucksformen und Materialien. Aber die Erinnerung der eigene Ausdruck von Gefühlen oder Erlebnissen steht im Vordergrund.

Ich habe mich dafür entschieden, alles in einen großen Topf zu schmeißen, kräftig umzurühren und mir daraus zu fischen, was ich mag. 🙂

Ein Art Journal aufsetzen

Erstens: Ein entsprechendes Medium auswählen

Worin wollt ihr eure Gedanken festhalten? Wollt ihr es direkt in euerem Bullet Journal tun? Das hat den Vorteil, dass alles an einem Platz ist. Oder wollt ihre eure Erinnerungen und Gedanken lieber separat festhalten?

Ich habe mich für die separate Variante entschieden, damit mein Bullet Journal nicht so vollgestopft wird. Es soll ja eigentlich mobil sein. Die Betonung beruht auf „eigentlich“.

Wichtig bei der Auswahl des geigneten Mediums ist das Papier. Wenn ihr wirklich auch Aquarelle, Distress Stains oder andere Nass-Materialien verwenden wollt, sollte das Papier das aushalten.

Folgende Medien machen meiner Meinung als Art Journal Sinn, wenn ihr ein separates führen wollt:

 Dina Wakley Media JournalDylusion Art JournalDylusion DiaryDanidori
PapierLeinwand, Jute, Baumwolle Tuch Aquarellpapier, und Kraft Oberflächenfester cremiger Fotokaton, der nicht durchblutetgleiches Papier wie beim Dylusion Art JournalUnterschiedliche Dicken und Miniaturen vorhanden: 120g, 100g und 60g blanco, 80g dot
Format18,4 x 25,4 cmUnterschiedliche Formate auch in quadratisch und mit schwarzem Papier vorhanden; kleinstes Format: 21.6 x 14.2 x 2.5 cmJournal misst 5 5/40,6 cm x 8 5/20,3 cm; Seiten sind 12,7 x 20,3 cmTravellers Notebook Maße
Umfang54 Seiten56 SeitenAbhängig von Papierdicke, bei 120g 36 Seiten
BesonderesDie unterschiedlichen Oberflächen Materialien laden zum Experimentieren einEin dicker Pappumschlag mit Gummiband VerschlussDie linke Seite zeigt einen undatierte Wochenübersicht, die rechte Seite ist vorgedruckt. Ein guter Einstieg, für die Art Journal Anfänger, da man nicht bei null starten mussEs gibt komplette Sets zu erwerben Notizbuch inkl. Gestaltungsmaterial zum Scrapbooken
Preisca. 26 EURca. 20 EURca. 15 EURca. 4 EUR

Ich persönlich verwende sehr gerne das Danidori, auch gerade aufgrund seiner Größe. Ich fühle mich mit einer kleinen Seite nicht so unter Druck gesetzt. Es ist ein guter Einstieg.

Zweitens: die Seiten vorbereiten

Dies hängt sehr von euer Wahl des Mediums ab. Ich habe mich für ein Danidori entschieden mit 120g Papier, da ich darauf sowohl malen, zeichnen, aber auch schreiben kann.

Da ich aber die Idee von Dina Wakley so toll fand, mit unterschiedlichen Papier und Untergrund zu spielen, habe ich das in mein Danidori übertragen. Also habe ich „schwarzes“ Papier mit Washi Tape eingeklebt, habe Seiten mit Gesso behandelt und Seiten mit Kraftpapier überklebt, um etwas Abwechslung reinzubringen.

Art Journal; Scrapbooking; Scrapbook; Bullet Journal; Diary; Tagebuch

Und da ich jemand bin, der Struktur braucht, um sich kreativ zu entfalten, habe Post its verteilt. Die eine Doppelseite ist für einen Tagebucheintrag, die andere fürs Scrapbooking.

Drittens: Dekorieren

Und die eine oder andere Seite habe ich sogar schon dekoriert. Einfach, weil ich Lust darauf hatte.

Es gibt Tage, da macht es mir Spaß mich auszutoben, es gibt Tage, da will ich nur schnell meine Gedanken herunterschreiben und es gibt Tage, da möchte ich mein Art Journal gar nicht erst in die Hand nehmen. Und das ist auch ok so.

Daher dekoriere ich vielles in einem Schwung, gerade, wenn es so richtig Spaß macht.

Art Journal; Scrapbooking; Scrapbook; Bullet Journal; Diary; Tagebuch

Das schöne am Art Journal ist, dass es euch gehört. Ihr macht das für Euch. Ihr könnt darin tun, was immer ihr wollt. Ihr definiert die Regeln.

Und wenn mal eine Seite nicht so schön geworden ist, dann ist das nicht schlimm. Hakt es als Übung ab. Man muss sich ausdrücken, um seine eigene Sprache, seinen ganz individuellen Ausdruck zu finden. Wenn ich heute eine Geige in die Hand nehme, werde ich heute abend auch nicht perfekt spielen.

Wenn ich den Anblick einer Seite so gar nicht ertrage, dann klebe ich sie einfach zusammen.

Zum Schluss habt einfach Spaß

Wenn ich meine alten Danidoris durchblättere sehe ich einen riesen Unterschied zu heute. Ich bin besser geworden. Die Kompositionen sind stimmiger, es gibt einen einheitlichen Stil, der sich durchzieht. Auch wenn es noch nicht ganz mein eigener ist. Ich muss ihn noch final finden.

Aber wenn ihr euch daran erinnert, dass ich mich selbst nicht wirklich für künsterlich begabt halte, dann bin ich von mir selbst erstaunt, wie viel Spaß und Genugtuung darin finde, mich mit Farben und Scraps auszudrücken.

Und es macht Spaß dieses Werk in seinen eigenen Händen zu halten, über das wellige Papier zu fahren, das aufgeblähte Notizbuch in Händen zu halten in dem Wissen, das alles was darin ist, durch meine eigenen Hände erschafft wurde.

 

2 Kommentare

  1. Hallo Honey,

    Danke für Deinen Beitrag, der mich total inspiriert hat. Ich werde das in den nächsten Tag auch mal ausprobieren.

    Danke Dir dafür.

    Viele Grüße

    Crissy

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