The Miracle Morning – ein Erfahrungsbericht Teil1

Miracle Morning

Meine erste Woche Miracle Morning

Ich hatte dir ja erzählt, dass ich dieses tolle Buch The Miracle Morning gelesen habe. Hier nochmal der Beitrag, falls du ihn nicht kennen solltest. Es hat Eindruck hinterlassen und deswegen habe ich beschlossen es auszuprobieren. Das ist jetzt ein bißchen länger als eine Woche her.

Seit dem 14.11 probiere ich es nun mehr oder weniger konsequent ein Morgenmensch zu werden. Seitdem 14.11 stehe ich an Wochentagen um 5h an Wochenenden um 6h auf.

Mein Ansatz

Mein Wecker klingelt, ich quäle mich mehr oder weniger erfolgreich aus dem Bett. Ich gestehe 1-2 Mal wird auch schon mal die Schlummertaste gedrückt. Ich tapse ins Bett, putze die Zähne, tapse die Treppe hinunter in die Küche, mache mir einen Kaffee, hole mir ein Glas Wasser, tapse die Treppe wieder hinauf und setze mich auf den Boden meines Arbeitszimmers.

S.A.V.E.R.S.

Silence setze ich als 5 Minuten Meditation um. Das fällt mir erstaunlich leicht. Was mich echt verwundert! Ich bin eigentlich so jemand, der ganze Völker in seinem Kopf hat, die Selbstgespräche mit sich und mir führen. Mir kann nie langweilig werden. Ganze Filme werden in meinem Kopf abgespielt. Zur Unterstützung habe Ich mir auf youtube ein paar geführte Meditationen herausgesucht. Das hilft. Ohne irgendetwas wäre es bestimmt eine Katastrophe.

Hier der Link zur 5 Minuten geführten Meditation, die euch empfehlen kann, wenn ihr es auch mal ausprobieren wollt.

Danach sind 10 Minuten Exercise also in meinem Fall Yoga dran. Das kostet schon Überwindung. Gleich am Morgen Sport. Aber so langsam wird es besser. Ich mache hier den Sonnengruß. Wie passend.

Hier der Link zum Sonnengruß Video. Achtung, ich hab regelmäßig unter Anleitung in einem Yoga Studio trainiert und würde das auch jedem Neuling empfehlen. Es ist wichtig zu wissen, wie die Übungen richtig ausgeführt werden sollen, bevor man alleine trainiert. Das Video ist für Mittelstufe. Ihr findet aber im gleichen Kanal auch den Sonnengruß für Anfänger.

Danach kommt die Affirmation. Hiermit habe ich mich besonders schwer getan. Mir laut selbst vorzusprechen, was ich alles erreicht haben will, ist seltsam. Aber es funktioniert. Ich sage mir selbst, wie gut ich in meinem Job bin und ich bilde mir ein, dass ich das nun besser ausstrahle und in Jobterminen selbstbewusster auftrete.

Für Scribe befülle ich mein Gratitude Log in meinem Bullet Journal. Und in der Kategorie Read lese ich jetzt nochmal das Miracle Morning und hab schon ein paar andere Bücher auf der Liste. Das sehe ich am wenigsten kritisch, da ich doch oft mit RMV unterwegs bin und oft Zeit habe etwas zu lesen.

Am schlechtesten bin ich in Visualize. Damit kann ich einfach noch nichts anfangen. Deswegen steht jetzt als nächstes auf meiner Buchliste ein Guide für Vision Boards.

Nach der Stunde stehen meistens meine Hunde und mein Ehemann vor der Tür, die ganz erstaunt sind, mich schon auf zu sehen. Das ist ein lustiges Gefühl. Als hätte ich ein Geheimnis.

Meine Erfahrungen zum Miracle Morning

Bin ich jetzt jemand, der begeistert morgens aus dem Bett springt? Nein. Vor allem nicht um 5h morgens. Alles vor sechs ist absolute Schmerzgrenze und bewirkt sogar, dass ich schlechter schlafe, weil mein Unterbewusstsein weiß, dass ich früh aufstehen möchte. Aber dafür habe ich mir schon etwas aus dem Buch ausgesucht. Ich werde jetzt eine Abend-Affirmation ausprobieren und mit einer Meditationsübung in meine Schlafphase starten. Wenn ich damit besser in den Schlaf komme um so besser. Das wäre insbesondere für zukünftige Stressphasen sehr hilfreich. Ich erinnere mich an dunkle Zeiten voller Schlafstörungen, in denen ich Angst vor dem zu Bett gehen bekam.

Und das beste ist, dass es noch so früh ist, dass Frederik mein innerer Schweinehund, selbst noch schlummert. Ab und zu wird abwehrend die Pfote gehoben, besonders wenns in Richtung Sonnengruß geht, aber die meiste Zeit ist er viel zu müde, um groß Widerstand zu leisten. Abends würde es da ganz anders aussehen.

Diese Stunde ME-Time ist der absolute Luxus. Ich genieß die Ruhe und die Zeit für mich. Den Morgen so entspannt zu  beginnen ist eine Investition in den Tag. Der frühe Morgen ein Preis, den ich bereit bin zu bezahlen. Ich bin morgens entspannter und stressfreier und vor allem total klar im Kopf. Das ist das beeindruckendste. Und ich lauf die ganze Zeit mit stolz erhobenem Kopf herum, weil ich es auch bin. Ich bin stolz auf mich. Und ich habe am Ende des Tages nicht dieses frustrierende Gefühl, dass ich persönlich nichts vom Tag hatte. Ich hatte eine komplette Stunde nur für mich und das jeden Tag. Absoluter Luxus!!!

Fazit

Ist es aber schon mein Miracle Morning? Haben schon Wunder in meiner Karriere und in meinem Leben eingesetzt. Nein, Wunder nicht. Ich warte immer noch auf den Anruf, der mich zum nächsten Vorstandsmitglied beruft. Aber ich sehe kleine positive Effekte gesehen. Ich bin entspannter mit meiner Familie, entspannter im Beruf und dankbarer mit meinem Leben. Und ich habe noch nie so ein starkes Gefühl dafür gehabt, dass ich mein Leben gestalte und nicht mein Leben mich.

Gibt es Downsides? Ja. Das Suppenkoma ist richtig schlimm und auch abends bin ich ab acht Uhr abends wie erschlagen. Ok und der Muskelkater vom Yoga. Aber das hat direkt mit dem Miracle Morning weniger zu tun. Aber es ist erst 1/3 der Challenge. Und aktuell fühle ich mich, als würde ich die nächsten zwei Drittel gut umgesetzt bekommen. Ich hoffe, dass das mit dem Müde sein mit der Zeit besser wird, wenn mein Körper sich an die neuen Zeiten gewöhnt hat.

Ich halte euch auf dem Laufenden.

P.S: Hal Elrod hat letzte Woche erfahren, dass er Leukämie hat. Er hält mit seiner unverbesserlich positiven Art Vorträge wie gut es ihm doch geht trotz Diagnose und Chemotherapie, und er sich schon ein Cap für seinen bald kahlen Kopf ausgesucht hat. Dieser Mann ist wirklich beeindruckend. Ich hoffe, dass der Heilungsprozess gut verläuft und er in ein paar Monaten uns berichten kann, was er alles gelernt hat. Etwas anderes kann ich mich bei dieser Frohnatur nicht vorstellen.

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