Me Time trotz Weihnachtsstress – Tipp 3

Me Time

Weihnachtsstress? Und wie!

Weihnachten ist jetzt ziemlich noch einen Tag entfernt. Und ich befinde mich in einem Stadium der Resignation. Den Plätzchen-Vorrat habe ich in einer Phase der schlechten Laune verdrückt, die letzte Woche im Job war super stressig und ich möchte mich eigentlich nur drei Wochen lang ins Bett legen, der Schnee türmt sich auf den Straßen und ich bin sooooo müde.

Ich müsste dringend mal zum Friseur, ich benötige sowohl dringend eine Pediküre als auch eine Maniküre, wenn ich in den Spiegel schaue sieht mich ein Zombie mit abgespannter Haut an.

Eigentlich müsste ich jetzt total aufdrehen, meine To do Listen füllen und alles in Windeseile abarbeiten. Statt dessen verharre ich in Untätigkeit…

Und wisst ihr was? Genau davon handelt dieser Beitrag.

Brüht euch einen leckeren warmen Tee, schließt die Tür, schmeißt eine Musikliste an z.B. die hier  (Weihnachts Lounge Musik), setzt euch ans Fenster, macht es euch mit einer Decke gemütlich und starrt in den Schnee.

Me Time Zutaten

Starter Kit

  • Ein Fenster zum ungenierten Rausstarren
  • Ein Kuschel-Wuschel-Decke
  • Kuschel-Wuschel-Klamotten
  • Ein heißer Tee –  hier findet ihr eines meiner Lieblingsrezepte für kalte Wintertage
  • Ruhe (d.h. sperrt Ehemann, Kinder, Freunde oder sonst andere Familienmitglieder weg alternativ ihr euch ein)
  • Alternativ einen Kamin mit Echtfeuer oder Fernseher mit der Kamin-DVD
  • Oder einen Spaziergang durch Regen oder Schnee (keine Ausreden, es gibt kein schlechtes Wetter)

Und nun?

Packt eure To do Listen weg, stellt euch einen Wecker, das hilft sich die Stunde wirklich zu nehmen, falls euch das schwer fallen sollte und tut nichts.

Kein Handy, kein Podcast, keine Musik, kein Fernseher, keine Buch, kein Tablet, nichts.

Ja, ich meine nichts. Ja, ihr dürft Tee trinken, ihr könnt dem Schnee, dem Nebel, dem grauen Himmel oder dem Feuer im Kamin zuschauen, aber ansonsten seid ihr von allen Tätigkeiten allen Aufgaben aller Verantwortung befreit. Diese Stunde gehört euch und euren eigenen Gedanken.

Wir leben in einer Zeit in der Produktivität als höchstes Gut gilt. Darüber haben wir vergessen, was es bedeutet die Seele baumeln zu lassen. Wie wichtig dies für das eigene Seelenwohl aber auch für die körperliche Gesundheit ist. Selbst unsere Freizeit wird mit Tätigkeiten gefüllt. Ob es das Wellness-Wochenende ist, das mit Behandlungen gefüllt werden muss oder das Wochenende in dem plötzlich die Sportkurse, die Hobbies, die Fernsehsendungen die Bücher hineingestopft werden muss.

Versteht mich bitte nicht falsch. All das oben gesagte hat seine Daseinsbe-rechtigung, aber genauso wichtig ist es nicht zu verlernen oder wie in meinem Fall wieder zu erlernen die eigene Stille zuzulassen. In dieser inneren Stille finden wir Ruhe und Balance, aber auch unsere eigene tiefe Stimme, die uns sagt, was wir brauchen. Es ist so viel Lärm in unserem Leben, dass wir schnell vergessen unsere eigene Stimme zu hören. Und diese Stimme ist wichtig. Diese Stimme weist uns den Weg. Diese Stimme sagt uns, was uns wirklich glücklich macht.

Ein Spaziergang zum Einstieg

Ich verbinde meine Me-Time gerne mit einem Spaziergang mit den Hunden.

Spaziergang im Schnee

Ich bin allein mit den Hunden und meinen eigenen Gedanken. Da meine Hunde keine großen Beller sind, durchdringt die Stille nur das Knirschen der Füße und Pfoten im Schnee. Der Himmel ist blau und leer. Und selbst wenn er grau und verregnet wäre, so ist der Wald immer schön.

Ich stapfe durch den jungfräulichen Schnee und genieße es wie zu Kindertagen meine eigenen Fußstapfen als Abdruck im Schnee zu betrachten.

Die ersten 10 Minuten sind immer die schlimmsten. Ich muss mich zwingen nicht schnell zu laufen, nicht im Kopf schon wieder To do Listen oder Einkaufslisten zu schreiben. Es dauerst eine Weile, aber dann laufe ich entspannt durch den Wald. Ich bleibe immer wieder stehen und genieße den Blick zu den schneeverhangenen Bäumen, dies ich unter der Last des Schnee in Richtung Boden neigen. Der Himmel ist so wunderschön blau und freundlich. An manchen Stellen kann man die Spuren der Bewohner des Waldes sehen.

Wieder zu Hause angekommen, sitze ich mit einer Tasse Tee vor dem Kamin, starre ins Feuer und genieße meine kleine Auszeit. Diese eine Stunde gehört nur mir. In dieser Zeit wird schon keiner verhungern oder umkommen. Es ist meine Stunde, sie gehört nur mir. Ich muss niergendwo sein, muss es niemanden recht machen, nichts mal mir und meinen eigenen Ansprüchen.

Ich wünsche euch fröhliche Weihnachten und ein paar wunderschöne Feiertage. Vergesst nicht vor lauter Weihnachtsstress euch etwas Zeit für euch zu nehmen! Es ist auch die Zeit der Besinnung. Es ist die Zeit, in sich zu kehren, zurück zu blicken, um nach vorne zu schauen.

Falls ihr noch auf der Suche nach dem perfekten Gänserezept seid, euch noch fragt, was ihr der Oma zur Weihnachten schenkt oder sonst noch ein paar Ideen für ein möglichst stressfreies Weihnachten sucht, hier findet ihr meine fünf Tipps.

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