Uniball Stifte für Schreibwaren-Liebhaber

Bullet Journaling; Stifte, Bewertung

Von Schreibwaren Liebhabern

Schon als Kind liebte ich Schreibwarenläden und die Schreibwarenabteilung in großen Kaufhäusern. Ich sah mir furchtbar gerne die Stifte und Blöcke an. Es gab Sticker, Radiergummis, Büroklammern, Postkarten, Briefpapier usw. Einige waren schlicht und funktional, andere waren schon damals neonfarben, mit Glitzer und Abbildungen der damals aktuellen Design. Ich erinnere mich an eine gezeichnete Maus mit überdimensionierten Füßen, die sehr beliebt war.

Ich kaufte ständig Stifte, Radiergummi und vor allem Blöcke. Ich kaufte ständig Blöcke, Blöcke, Blöcke. Manche davon stehen heute noch unbenutzt in meinem Regal.

Dank dem Internet weiß ich heute, dass ich mit dieser Liebe nicht alleine dastehe. Erklären kann ich sie aber bis heute nicht. Was ist es, dass mich noch heute wie eine Motte zum Licht zu Schreibwaren zieht.

Es hat zweifelsohne etwas mit der Liebe zu Büchern und dem geschriebenen Wort zu tun. Folglich ist es nur logisch, dass ich mich so sehr ins Bullet Journaling verliebt habe. Es hat etwas mit dem haptischen Erlebnis zu tun, mit der Befriedigung mit Tinte etwas auf gutem Papier zu schreiben. Allein dieses Geräusch bereitet mir Wohlgefallen. Hahha, jetzt muss ich über mich selber lachen.

Hinweis zu Uniball

Folglich hat es mir außerordentlich gefreut, als ich von uniball darauf angesprochen wurde, ob ich etwas über ihre Stifte schreiben möchte. Ich bin für den Beitrag nicht bezahlt worden, habe aber Stifte von Ihnen kostenlos zur Verwendung zugeschickt bekommen. Da ich schon vorher sehr gerne Stifte von Ihnen genutzt habe, glaube ich aber trotzdem eine unvoreingenommene Meinung hier abgeben zu können.

Die allgemeine deutsche Uniball-Webseite findet ihr hier.

Uniball ist eine Marke der japanische Mitsubishi Pencil Company. Nicht wirklich verwunderlich. Japan ist die Heimat der Schreibwaren-Verrückten. Ein weiterer Grund, warum ich unbedingt mal nach Japan muss.

Die Bedeutung eines Stiftes

Erinnert ihr euch noch an euren ersten Füller? Der Füller, mit dem ihr schreiben gelernt habt? Ich leider nicht mehr. Aber ich erinnere mich an meinen ersten Lamy, den mir mein Vater geschenkt hat. Er folgte recht schnell meinem Füller für Schreibanfänger. Wir wollen hier aber nicht die große Zahl an Stiften zählen, die ich im Laufe meines Lebens schon verloren habe. Es sind nicht wenige. Und es waren ein paar recht teure Füller dabei. Hüst. Aber ich habe immer noch den Stift mit dem ich mein Abitur schrieb. Er liegt gut verwahrt in einer Kiste. Es ist nur ein Stift, aber er hat mich sicher durch eine wichtige Zeit meines Lebens begleitet. Seltsam wie man ein Leben anhand der Stifte erzählen könnte.

Stifte sind wichtig. Wir benutzen sie unentwegt. Und ja, ich bin ein Gadget Girl, ich liebe Technik und habe eine intensive Liebesbeziehung mit dem Internet, aber niemals werde ich meine Liebe zum geschriebenen Wort vergessen.

Und ob es darum geht den Einkaufszettel zu schreiben, den Planner oder das Bullet Journal zu gestalten oder sogar Zeichnungen, Kunst anzufertigen, der richtige Stift kann ganz wesentlich den Vorgang erleichtern oder sogar Freude bereiten.

Vom richtigen Stift

Für mich gibt es fünf Kriterien einen Stiftes zu bewerten:

  • der Zweck: Wofür soll der Stift verwendet werden? Geht es um Zeichnungen, Scribble, Notizen, Kunst?
  • das Schriftbild: Es sollte ein klares, ebenmäßiges Schriftbild entstehen. Der Stift sollte das Schriftbild niemals verschlechtern, sondern im Gegenteil unterstützen.
  • Haptik/Resonanz der Spitze: Wie fühlt es sich an mit dem Stift zu schreiben? Ist es butterweich, hart, kratzig o.ä.?
  • Zusammenspiel zwischen Papier und Stift: Nicht jeder Stift eignet sich für jedes Papier gerade wenn es da Papier eine glänzende Beschichtung hat
  • Farbigkeit: Welche Farbe möchte/brauche ich? Und wie wirkt diese Farbe? Wie stark wirkt die Farbe? Ist sie matt, feucht glänzend, glitterig metallisch u.ä.

Und natürlich hängt alles davon ob, wofür ich welchen Stift ich verwende.

Dies ist kein richtiger Test, sondern nur eine ganz persönliche Meinung. Wenn ihr auf der Suche nach dem richtigen Bullet Journal Stift seid, geht am besten in einen gut sortierten Schreibwaren Handel und probiert es einfach aus.

Uni-ball eye und Uni-ball AIR

Den Uni-ball eye benutze ich schon seit einigen Jahren, um mir im Büro oder privat Notizen zu machen. Er hat ein klares, feines Schriftbild, was gerade für meine sehr geschwungene Normalschrift sehr gut ist. Er ist weich in der Führung und trocknet sehr schnell auf dem Papier, sodass nichts verschmiert. Ich kann sowohl gut schreiben, als auch schnell einen Strich ziehen bzw. meine Linien für mein Job-Bullet Journal damit ziehen. Der große Vorteil dabei ist auch, dass seine Spitze auch nach häufigem Gebrauch unveränderlich ist. Mit dem Faber Castell Finelinern habe ich hier schon schlechte Erfahrungen gemacht. Mag aber auch daran liegen, dass ich gerne mal viel zu stark aufdrücke. Aber zumindest der uniball-eye steckt das wunderbar weg.

All das gilt auch für den Uni-Ball AIR. Das Schriftbild ist etwas weicher, minimal breiter, hat aber sonst die gleichen Fähigkeiten. Für mich liegt der einzige wirkliche Unterschiedder beiden in der Haptik. Der AIR ist butterweich. Ich hab keine Ahnung, was die technischen Unterschiede zwischen diesen beiden Stiften sind, aber diese Spitze ist der absolute Hammer! Dieser Stift gleitet mit einer Leichtigkeit und Weichheit über das Papier. Er wird also seinem Namen absolut gerecht. Ich glaube, wer viel schreibt z.B. im Studium oder Job, sollte zu diesem Stift greifen.

Ich habe mit beiden Stiften sowohl auf Druckerpapier, richtigem Schreibpapier z.B. Leuchtturm Notizbuch, aber auch auf glänzendem Papier geschrieben. Funktioniert alles wunderbar.

Keiner von beiden hat bisher durchgeblutet, aber es gab Shadowing. Das hängt aber sehr stark vom Papier ab.

Der eye eignet sich aber auch für Zeichnungen durch seine feine Spitze, wie man auf dem Bild sieht.

Wäre das nicht super für ein Reisetagebuch?

Uniball eye und Uniball AIR sind beides Tintenroller und können nicht nachgefüllt werden. Sie sind aber ziemlich langlebig und trocknen auch bei längeren offenen Herumgeliege nicht aus. (Schuldig im Sinne der Anklage)

Den AIR gibt es in den Farben schwarz, rot und blau. Den Eye gibt es in allen gängigen Farben.

Uniball Signo

Auch dieser Stift befindet sich schon länger in meinem Besitz. Ich verwende ihn vor allem in weiß. Er ist mein Bullet-Journal-Schummel Stift. Ich habe eine Linie zu lang gezogen? Also male ich weiß drüber und mein Fehler ist kaum noch sichtbar.

Außerdem verwende ich ihn sehr gerne in meinen Memory-Notizbüchern, da ich meine Überschrift gerne mit Distress Paint unterlege, um dann mit dem Uniball darüber zu schreiben. Das habe ich mir bei einer meiner Lieblings-Youtuberinnen abgeschaut. Sieht einfach toll aus.

Wie ihr seht, habe ich das Bild gemacht, bevor ich meinen Tagebuch Text hinein geschrieben habe

Der Uniball Signo ist nicht so weich in der Schreibführung wie der eye oder AIR. Folglich verwende ich ihn wirklich mehr um Akzente zu setzen und nicht wirklich zum Schreiben. Daran hätte ich wahrscheinlich nicht so viel Spaß.

Uni Posca

Der Posca ist der Stift, den ich gar nicht kannte, bevor Uniball mich auf diesen Beitrag ansprach. Das ist total schade. Diese Stifte sind der Wahnsinn.

Es gibt den Posca mit unterschiedlichen Spitzen, sowohl Pinsel aber auch richtig dicken a la edding. Ich hatte zum Probieren die Fineliner in 0,7 in verschiedenen Farben.

Diese Stifte schreien, dass man damit Malen und Zeichnen soll. Sie liegen weich in der Hand, sind mir aber nicht präzise genug zum Schreiben. Mit meiner geschwungenen Schrift, fühlt sich das nicht kontrolliert an, auch wenn das Schriftbild immer noch gut ist. Aber Malen insbesondere Ausmalen ist ein Hochgenuss. Die Farben sind intensiv und deckend und trocknen schnell. Das heißt selbst wenn ich viel Farbe aufs Papier bringe, verschmiert nichts und es blutet auch nicht durch.

Fazit

Und habe ich euch nun neugierig gemacht? Und seid ihr auch so Schreibwaren-Liebhaber wie ich? Und wenn, wo liegt eurer Schwerpunkt? Gehört ihr vielleicht zur Gruppe der Radiergummi-Sammler 😉 ? Könnt ihr euch noch daran erinnern, wie diese komische Maus hieß, die einem von jeder Postkarte angrinste?

Und was glaubt ihr, warum manche von uns Schreibwaren so lieben?

 

 

 

1 Kommentar

  1. Hallo Honey,

    deinen Tipp habe ich ausprobiert. Ich habe mir die Uni Posca Stifte gekauft. Sehr guter Tipp. Die Deckkraft ist wirklich genial. Man sieht keine Linienführung oder Absetzpunkte. Ohne Dich hätte ich die Stifte nie gefunden. 😀🙏🏼👍🏼

    Liebe Grüße
    Crissy

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