Der Wiesbadener Weihnachtsmarkt – ein weihnachtlicher Roadtrip

Der Plan 

Du erinnerst dich sicherlich, ich hatte den Plan, euch von den verschiedenen Weihnachtsmärkten im Rhein-Main Gebiet zu berichten. Heute kurz vor dem dritten Advent stand Wiesbaden auf dem Plan.

Und Wiesbaden hat eine ganz besondere emotionale Bedeutung für mich. Hier habe ich studiert. Hier bin ich flügge geworden. Hier liegt ein wichtiger Meilenstein für mich auf dem Weg zu dem Menschen, der ich heute bin.

Und deswegen hat der Weihnachtsmarkt in Wiesbaden eine besondere emotionale Bedeutung für mich.

Der Wiesbadener Weihnachtsmarkt oder der Sternschnuppenmarkt

Der Weihnachtsmarkt in Wiesbaden liegt direkt auf dem großen Marktplatz zwischen Hessischen Landtag, Rathaus und Marktkirche. Das ist eine außergewöhnliche Kulisse, nicht so mittelalterlich wie Frankfurt mit dem Römer, dafür mondän und elegant, wie es Wiesbaden nun mal ist. Atemberaubend sind aber die Lichtinstallationen.

Die meisten Stände des Weihnachtsmarktes folgen einem visuellen Thema. Sie sind modern (im Sinne keine rustikalen Holzhütten) in blau und gold gehalten und schlicht mit Sternen und Monden auf ihrem Dach. Die Ausnahmen sind außergewöhnlich wie z.B. eine Kerzenpyramide in der man eine Bar findet.

Und zusätzlich wird der Markt von diesen Lichtblüten überragt, die eine ganz ungewöhnliche Stimmung schaffen. Das passt sehr gut zu Wiesbaden.

Wiesbaden ist deutlich kleiner als Frankfurt, ruhiger, entspannter und auch auf eine erwachsene Art und Weise elegant. Wenn Frankfurt die hippe Schwester mit der rockigen Balenciaga-Tasche ist, dann ist Wiesbaden die große Schwester mit der Chanel Tasche. Das Stadtbild ist geprägt von unzähligen Gründerzeitvillen und insbesondere in der Innenstadt haben die Häuser die alten klassizistischen Fassaden der Jahrhundertwende erhalten.

Das Publikum ist ebenfalls anders. Der Frankfurter Weihnachtsmarkt ist voller, lauter und hektischer. In Wiesbaden hatte ich die Ruhe mit einem Eierpunsch bewaffnet der Musik der Band zu lauschen. Diese Ruhe würde ich am Frankfurter Weihnachtsmarkt nie finden.

Im Fokus das Handwerk

Was mir besonders aufgefallen ist, ist der klare Fokus auf dem handwerklichen Angebot. Man kann viele schöne Kleinode erwerben. Buntes Geschirr, Bernsteinketten, Einrichtungsobjekte, Lampen, Mützen usw. und dazwischen in großen Abständen die Stände mit Glühwein, Lumumba oder Crepe. Aber der Anteil ist ein anderer. Das Handwerk steht im Fokus. Und auch das trägt deutlich zur Atmosphäre des Marktes bei. Da doch die meisten Menschen ruhig an den Ständen vorbei flanieren, die Auslagen bewundernd, ist das Tempo ruhiger gelassener. Und es ist insgesamt sehr viel weniger voll.

Geschoppt habe ich nichts. Ich suche zwar noch verzweifelt ein Geschenk für meinen Mann, aber ich bin noch nicht weiter. Das orientalische Geschirr war schön, aber ein doch zu eigennütziges Geschenk.

Dafür habe ich einen Germknödel mit Pflaumenmuß gefüllt und Vanillesauce obendrauf genossen. Mhmm …. Um den Sport morgen darf ich mich nicht drücken ..

Fazit

Ich stelle immer wieder erstaunt fest, dass nach Wiesbaden zu kommen sich immer noch ein bißchen wie nach Hause kommen anfühlt. Ich liebe die Atmosphäre dieser Stadt. Ich liebe die vielen kleinen Einrichtungsläden und kleinen Cafés. Viele Orte stecken voller Erinnerungen. Und irgendwie werde ich automatisch etwas ruhiger und entspannter wenn ich in Wiesbaden bin.

Und so ist es auch mit dem Sternschnuppenmarkt. Er ist etwas besonderes. Er ist elegant und bezaubernd. Die Lichtblüten schaffen eine verzauberte Atmosphäre. Das Handwerk fasziniert. (Ich muss mir unbedingt nächstes Jahr eins von diesen Miniaturhäusern kaufen) Die Band mit den Weihnachtsliedern war nur die Kirsche oben drauf. Schon lange habe ich nicht mehr einen Weihnachtsmarktbesuch so entspannt genossen, wie der heute Abend.

Hier findet ihr auch die offizielle Website des Weihnachtsmarktes mit einem Lageplan, wo ihr was findet. Sehr hilfreich!

Wiesbaden drängt sich einem nicht sofort auf, dafür ist es zu zurückhaltend elegant. Aber der Besuch lohnt sich. Ich kann es nur empfehlen, um einen entspannten verzauberten Abend mit Freunden oder Familie auf dem Weihnachtsmarkt zu verbringen.

Ich muss definitiv öfter nach Wiesbaden ..

P.S. Wenn du erfahren möchtest, wie dieser ganze Roadtrip begonnen hat, findet du ihn hier. Der Bericht zum zweiten Stopp in Weilrod ist hier.

2 Kommentare

  1. Pingback: Der Weihnachtsmarkt in Weilrod - ein weihnachtlicher Roadtrip Teil2 - The Good and Simple
  2. Pingback: Der Frankfurter Weihnachtsmarkt - ein weihnachtlicher Roadtrip durch das Rhein-Main-Gebiet - The Good and Simple

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